Mein Mac-Tagebuch
2. Apr 2010
|Mac
mount_smbfs
Unter Linux integriert man ein Windows-/Samba-Verzeichnis mit mount -t cifs in das lokale Dateisystem. Unter Mac OS X funktioniert das auch, allerdings sehen die mount-Optionen ganz anders aus.
Vorweg eine Zusammenfassung der Unterschiede in Mac OS X (im Vergleich zu Linux):
- Sie müssen mount -t smbfs oder mount_smbfs ausführen. mount -t cifs funktioniert nicht, mount_cifs existiert nicht. (mount_smbfs ist aber sehr wohl CIFS-kompatibel.)
- Jeder Benutzer darf mount ausführen, sofern sich das mount-Verzeichnis innerhalb des Heimatverzeichnisses befindet (bzw. an einem anderen Ort, auf den der Benutzer Lese- und Schreibrechte hat). sudo ist also nur erforderlich, wenn ein Netzwerkverzeichnis systemweit genutzt werden soll.
- Die Optionen uid=n und gid=n werden nicht unterstützt. Stattdessen erhält der Benutzer, der mount ausführt, erhält automatisch Schreib- und Leserechte auf das Netzwerkverzeichnis.
- Auch die in der Linux-Welt vertrauten Optionen user und password gibt es nicht. Wenn Sie den Benutzernamen und das Passwort direkt übergeben möchten, geben Sie das Netzwerkverzeichnis in der Schreibweise //benutzer:password@servername/verzeichnis an.
- Die Angabe des Passworts im mount-Kommando ist aus Sicherheitsgründen natürlich nicht zu empfehlen. Unter Linux lässt sich das mit einer Password-Datei (Option credentials) umgehen. Auch Mac OS X bietet diese Möglichkeit, wenn Sie mount_smbfs mit der Option -N ausführen. Das Passwort muss in ~/Library/Preferences/nsmb.conf angegeben werden. Naturgemäß ist das auch nicht viel sicherer, aber immerhin ist es nun nicht mehr erforderlich, das Passwort in jedem Backup-Script im Klartext anzugeben, das auf ein NAS zugreifen möchte.
PS: Weitere Mac-OS-X-spezifische Details geben man mount_smbs und man nsmb.conf.
Beispiel 1
mkdir myownVolumesmkdir myownVolumes/dir1
mount -t smbfs //loginame:pw@hostname/dir1 myownVolumes/dir1
Beispiel 2 mit Passwortdatei
# Datei ~/Library/Preferences/nsmb.conf
[wd-nas:script]
password=strenggeheim
Statt mount wird nun mount_smbfs -N ausgeführt:
mkdir myownVolumes/dir2
mount_smbfs -N //loginame@hostname/dir2 myownVolumes/dir2
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