Autorenseite von Michael Kofler
Terminal
Im Terminalfenster läuft der Kommandointerpreter bash in der Version 3.2 (aktuell wäre 4.0). Echte Unix/Linux-Fans fühlen sich hier sofort heimisch. Allerdings hat das Heimatverzeichnis hat den ungewohnten Ort /users/name.
Im Terminal stehen alle grundlegenden Kommandos wie ls, grep, less, man etc. zur Verfügung. Allerdings scheinen die Apple-Entwickler einen Widerwillen gegen Farbausgaben haben. ls -G sieht doch gleich viel schöner aus! Die wichtigsten Unix-Editoren sind standardmäßig installiert: nano, vim und sogar emacs (allerdings nur als Textversion und in der uralten Version 22.1).
Ärger macht wieder einmal das Zusammenspiel mit der Tastatur: Es gibt keine Tastenkombination, um seitenweise nach oben oder unten zu blättern! Abhilfe schafft nur die Konfiguration neuer Tastenkürzel im Einstellungsdialog von Terminal (siehe die nebenstehende Abbildung bzw. hier).
Gewöhnliche Benutzer dürfen keine Systemdateien ändern oder administrative Aufgaben ausführen. Wenn Sie das wünschen, müssen Sie wie unter Ubuntu sudo zu Hilfe verwenden (also z.B. sudo emacs /etc/dateixy).
Die Verwendung von Unix-Werkzeugen ist nicht auf die Konsole beschränkt. Auch eine komplette X11-Umgebung ist installiert. Programme|Dienstprogramme|X11 startet xterm. X11 basiert wie bei allen gängigen Linux-Distributionen auf X.org. xdpyinfo offenbart aber auch hier eine wesentlich ältere Version als unter Linux üblich (1.4.1, aktuell ist 1.7). Außer den üblichen X-Werkzeugen (xman, xedit, xclock etc.) sind keine interessanten X-Anwendungen installiert. (Die Mac-OS-X-Standardprogramme basieren nicht auf X11.) Auch die Integration von X11 in den Apple-Desktop ist sub-optimal: Alle X11-Programme gelten als Fenster der X11-Gruppe, so dass cmd+Tab (auch hier) nicht funktioniert.