Autorenseite von Michael Kofler
250 GByte, wo seid ihr geblieben?
Ihre 250-GByte-Festplatte, die sich vor drei Jahren beinahe unendlich groß angefühlt hat, ist also beinahe voll? Und Sie wissen nicht, wo der viele Speicherplatz geblieben ist? Das verraten die kostenlosen Tools JDiskReport (Mac), Baobab (Gnome) und Konqueror (KDE).
Allen drei Programmen ist gemein, dass sie zuerst alle Verzeichnisse (ausgehend von einem beliebigen Startpunkt, z.B. Ihrem Heimatverzeichnis) einlesen. Anschließend wird der Platzbedarf der einzelnen Verzeichnisse grafisch dargestellt, wobei die optische Gestaltung stark variiert. JDiskReport hat zudem einige nützliche Zusatzfunktionen und liefert z.B. eine Liste der 50 größten Dateien.
JDiskReport (Mac)
JDiskReport ist ein kostenloses Java-Programm (aber kein Open-Source-Programm, d.h. der Quellcode ist nicht verfügbar). Das Programm ist ausgesprochen einfach zu bedienen und besticht durch viele Darstellungsoptionen. Erfreulich ist auch die hohe Geschwindigkeit, in der Verzeichnisse mit hunderten GByte von Daten eingelesen werden.
Baobab (Gnome)
Im Wesentlichen die selben Informationen wie JDiskReport liefert das Gnome-Programm baobab, das Bestandteil des Pakets gnome-utils ist. Unter Ubuntu starten Sie das Programm mit Anwendungen|Zubehör|Festplattenbelegung analysieren.
Konqueror (KDE)
Wenn Sie unter KDE arbeiten, starten Sie zur Analyse der Festplattenbelegung den Dateimanager Konqueror und führen Ansicht|Anzeigemodus|File-Size-View aus. Die Dateien und Verzeichnisse werden nun in Rechtecken angezeigt, deren Größe den Platzbedarf auf der Festplatte widerspiegelt. Die Interpretation ist nicht ganz so intuitiv wie bei JDiskReport oder Baobab. Die Farbgestaltung, Rekursionstiefe und andere Darstellungsdetails können Sie im Ansicht-Menü einstellen.


